Kapstadt

01.05.2012 13:24

Ich bin zurück aus Cape Town. Das Wetter war sehr herbstlich mit Nebel und Regen. Zum Glück hatte ich aber wenigstens am Freitag noch etwas Glück mit dem Wetter! Desshalb bin ich auch gleich auf den Hop-on Hop-off Sightseeing Bus und habe den botanischen Garten, ein Weingut und die Buchten rund um Kapstadt besichtigt. Auf dem Weingut konnte ich endlich wieder einmal richtig gute Pasta geniessen. Das bekommt man nämlich in Johannesburg relativ selten.  Nicht nur das Essen in Kapstadt ist sehr europäisch auch die Landschaft erinnert mehr an Europa als an Süd Afrika. Alles ist grün mit Meer, Bergen und eben Weingütern. Ich habe es geschätzt, dass ich wieder ungeniert Spazieren konnte. Deshalb bin ich am Samstag morgen auch zum Old Biscuit Mill Market gelaufen, trotz Regen. Es hat sich aber gelohnt. In zwei alten Hallen haben sich viele Delikatessen Läden und Essensstände aufgereiht. In der Mitte lange Tische um die Köstlichkeiten gleich vor Ort zu verspeisen. Von Austern über Waffeln, Flammkuchen, Burger, Paellia bis Focaccia gab es alles. Was mich aber am aller meisten überrascht hat, ist das die meisten bereits um 9 Uhr morgens ein Chüppli vor sich stehen hatten. Es war geranngelt voll. Etwa 50% Einheimische und 50% Touristen. Das nächste Mal werde ich bestimmt auf ein Frühstück verzichten. Ich hatte leider überhaupt keinen Hunger.

Anschliessend habe ich das City Center besichtigt. Ausser der City Hall gibt es aus meiner Sicht aber nicht viel Sehenswerte. Deshalb bin ich wieder auf den Hop-on Hop-off Bus welcher durch die dicke Wolkenwand zum Table Mountain und anschliessend wieder zu den Buchten im Champs Bay gefahren ist. Ich bin nicht auf den Tafelberg da wie gesagt, die Wolken sehr dicht und die Sicht gleich Null war. Nur weniger Meter weiter aber, in den Buchten von Champs Bay, konnten trotzdem einige Sonnenstrahlen den Weg durch die Wolken finden. In einem noblen Restaurant genoss ich deshalb den lokalen Fisch.

 

Am Sonntag fuhr ich mit der Fähre nach Robben Island, der Gefängnisinsel wo Nelson Mandela einige Jahre verbracht hat. Zum Glück konnte ich einen Platz führ die 11 Uhr Fähre ergattern. Die Tickets sind nämlich innert Kürze Ausverkauft obwohl jetzt sicherlich nicht mehr Hochsaison ist. Im Hafen von Robben Island haben uns bereits die Busse erwartet, welche uns auf eine Inselrundfahrt mitnahmen. Nach dieser Rundfahrt blieben genau 15 Minuten übrig, bis die Fähre wieder pünktlich um 14 Uhr Richtung Festland ablegte. Es blieb also kaum Zeit, die Insel auf eigene Faust zu entdecken. Schade!

Heute hingegen war ich richtig froh, dass der Himmel bedeckt war. Es wäre sonst auf dieser Flachen Insel sehr heiss geworden. Und die hohen Wolken hatten noch etwas gutes. Ich konnte endlich den Tafelbeg sehen.

 

Der Montag hingegen war wieder nass. Aus diesem Grund habe ich das Aquarium besichtig. Ich hatte das Gefühl, als ob alle Kinder Kapstadts mit ihren Nannies die gleiche Idee hatten. Der Geräuschpegel war entsprechend hoch. Aber die Ausstellung war trotzdem faszinierend.

 

Jetzt bin ich aber wieder zurück in Joburg und es ist zum Glück wieder viel wärmer geworden. Letzte Woche musste ich jeweils Abends frieren und mit Strickjacke auf dem Sofa verbringen, gestern Abend konnte ich aber noch um 10 Uhr abends mit dem T-Shirt herumlaufen. Auch der häutige Morgen war wieder fantastisch.